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Microsoft MSSQL Server Datensicherung auf Netzlaufwerke via Wartungsplan

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Gilt für: Alle Versionen von MSSQL Server

Microsoft sieht bei allen Versionen des MSSQL Servers die Datensicherung direkt auf ein Netzlaufwerk nicht vor (UNC oder gemapptes Netzlaufwerk). Im SQL Wartungsplan kann somit nur ein internes Laufwerk (direkt angeschlossen oder per NFS/iSCSI) ausgewählt werden. Übliche Varianten bestehen darin, die Daten erst vor Ort zu sichern und anschließend diese zu verschieben.

In diesem Artikel wird beschrieben, wie dennoch ein Netzlaufwerk als Backup-Speicherort genutzt werden kann.

Der Befehl xp_cmdshell wird in MSSQL Server Abfragen genutzt um damit Windows Befehle ausführen zu können. Wie das funktioniert, wird hier beschrieben.

STEP 1: Befehle von xp_cmdshell erlauben

Für alle Arbeiten wird das SQL Server Management Studio genutzt (SSMS):

  • SQL Management Studio starten und anmelden
  • den Server auswählen > Rechtklick und „Facets“ auswählen
  • XPCmdShellEnabled von False auf True ändern und “OK” klicken

Damit werden CMD-Befehle innerhalb von SQL Abfragen erlaubt.

STEP 2: Test: Funktion „Netzlaufwerk verbinden“ überprüfen

Mit folgendem Befehl wird ein Netzlaufwerk verbunden. Diese Prozedur kann direkt im Wartungsplan als TSQL Element ausgeführt werden.

EXEC XP_CMDSHELL 'net use m: \\<HOST>\<SHARE> <PASSWORD> /User:<HOSTNAME><USERNAME> /persistent:yes'

Beispiel:

EXEC XP_CMDSHELL 'net use m: \\192.168.1.1\backup hierwirdasPassworteingetragen /User:NASBenutzer /persistent:yes'

Mehrwert jener Methode ist das die Datensicherung dieser Tage auf einen sonstigen Server der außerdem in einen sonstigen Brandabschnitt geschieht. Lokal wird Speicherplatz gespart. Theoretisch könnte man anhand VPN selbst schnell an einen zusätzlichen Aufenthaltsort schützen, im Zuge alldem wäre zugegeben Verbindungsstabilität, Bandbreite und die Körpergröße der Sicherung zu beachten. Nachteil ist eine zum Zeitpunkt der Sicherung höhere Netzlast und das die Sicherung ggf. längere Zeit dauert als lokal (abhängig von der Bandbreite).

STEP 3: Wartungsplan erstellen

Im SMSS werden die Wartungspläne ausgewählt und erstellt.

SSMS SQL Wartungspläne Übersicht
Beispiel zeigt, 3 Elemente im Wartungsplan: TSQL für das Mapping des Netzlaufwerks, Datenbank sichern und zum Abschluss ein Verlaufscleanup.

A) T-SQL für Netzlaufwerk-Mapping

3.A SSMS T SQL für die Anbindung des Netzlaufwerks
In der TSQL wird das Netzlaufwerk verbunden.

B) Task ‚Datenbank sichern‘

3.B SSMS Task Datenbank sichern
Wichtig: Im Reiter „Ziel“ den Pfad angeben. Die T-SQL Anweisung zuvor hilft uns, ohne Anmeldedaten zugreifen zu können.

C) Task ‚Verlaufscleanup‘

3.C SSMS Task Verlaufscleanup
Zum Abschluss wird mit dem Verlaufscleanup alle älteren Datensicherungen gelöscht. In diesem Beispiel sind es zwei Wochen.

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