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Windows Server 2019 Abstürze nach Windows Update CU März 2021

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Microsoft bietet im März 2021 über Windows-Update Sicherheitspatches zum Download an, die insgesamt 89 Sicherheitslücken schließen. Davon unter anderem betroffen: Azure, Edge, Exchange Server, Internet Explorer, Office, SharePoint Server und Visual Studio.

14 Schwachstellen hat Microsoft selbst mit dem Bedrohungsgrad „kritisch“ eingestuft. Besondere Gefahr droht aktuell durch die bekannt gewordene Sicherheitslücke im Mail Server Exchange, für die Microsoft bereits außer der Reihe einen Notfall-Patch veröffentlicht hatte.

Das Bundesamt für Sicherheit (BSI) hat für die bereits ausgenutzte Exchange-Schwachstelle die „Alarmstufe Rot“ ausgerufen und sieht die Bedrohungslage als extrem kritisch an. Es ist also wichtiger denn je, dass die Sicherheits-Updates zeitig eingespielt werden. Doch ganz ohne unerwünschte Nebenwirkungen geht es auch dieses Mal nicht.

Druckerprobleme beim Microsoft Patchday im März 2021

Am Patchday, der regulär am zweiten Dienstag im Monat stattfindet, behebt Microsoft Sicherheitslücken sowie Bugs in den verschiedenen unterstützten Versionen von Windows 10 und Windows 8.1. Für Windows 7 gibt es schon seit Anfang letzten Jahres keine Updates mehr, zumindest nicht für Privatnutzer. Sollten Sie noch mit Windows 7 unterwegs sein, empfehlen wir Ihnen schnellstmöglich auf Windows 10 umzusteigen.

Die monatlichen Patches darf man nicht mit Funktionsupdates verwechseln, sie umfassen keine neuen Features, sind aber trotzdem von größter Wichtigkeit, weil Microsoft damit jede Menge bekannter und neu entdeckter Sicherheitslücken behebt.

Vorsicht: Leider sind die Patchday-Updates immer wieder Auslöser nerviger Bugs – von fehlgeschlagenen Installationen über Bluescreen of Death bis hin zu Bootloops, aus denen der Rechner nicht mehr herauskommt. Aktuell treten Druckerprobleme auf, die Bluescreens mit dem Fehler APC_INDEX_MISMATCH auslösen können. Die treten bei manchen Nutzern auf, wenn sie Druckaufträge aus verschiedenen Programmen absetzen. Microsoft untersucht die Probleme derzeit, die Nutzerberichten zufolge bei Druckern von Kyocera und Ricoh auftreten.

Microsoft hat schnell reagiert und stellt für Windows 10 Notfall-Patches bereit. Für Windows 10 20H2 und 2004 trägt der Notfall-Patch die KB-Nummer 5001567, für 1909 5001566 und für die älteren Versionen 1809 bzw. 1803 5001568 bzw. 5001565. Per Windows-Update meldet sich der Notfall-Patch als „Optionales Qualitätsupdate“, Sie können die neue Version aber auch direkt laden.

März-Patchday: Diese Bugfixes und Security-Updates gibt es

Im Patch Day März schließt Microsoft eine so genannte 0-Day-Lücke im Internet Explorer, die bereits für Angriffe ausgenutzt wird. Die gleiche Schwachstelle betrifft auch den alten Edge-Browser, der mit diesem Patch Day sein aller letztes Update erhalten haben dürfte.

Darüber hinaus teilt Microsoft mit, dass die weiteren kritischen Schwachstellen Windows-Komponenten wie die HEVC-Video-Erweiterung, Hyper-V und OpenType Font betreffen.

Update-Probleme beheben

Updates verursachen auf manchen Systemen Probleme. Die können ganz unterschiedlicher Natur sein. Generell gilt: Sollte ein Update Ihr System merklich schlechter machen, können Sie es wieder entfernen. Leider ist das von Microsoft unübersichtlich gelöst. Sie müssen in den Einstellungen zu "Windows Update" navigieren und auf „Updateverlauf anzeigen“ klicken. Ganz oben finden Sie die Option „Updates deinstallieren„.

In der anschließend angezeigten Liste müssen Sie nach der entsprechenden Nummer des Updates suchen und mit einem Rechtsklick die Option „Deinstallieren“ auswählen. Damit werden Sie die Probleme, die das Update verursacht hat, wieder los. Leider gehen damit aber auch die Bugfixes und Sicherheits-Patches flöten.

Update-Installation schlägt fehl? Workaround versuchen

So nützlich der Patchday auch ist, Windows-Updates verlaufen nicht immer problemlos. Kumulative Updates lassen sich bei manchen Nutzern nicht installieren, stattdessen erscheint lediglich ein Fehlercode.

Es kam auch in den letzten Patchdays immer mal wieder vor, dass Updates sich nicht installieren lassen. Windows reagiert dann mit einer lapidaren Meldung, dass es zu Problemen gekommen sei und das Update nicht installiert werden konnte. Dazu gibt es noch kryptische Fehlermeldungen mit Error-Codes 0x80073701 oder 0x800f0988. Hier hat Microsoft einen Workaround parat, was man machen kann, wenn dieses Problem wiederholt auftritt.

Dazu müssen Sie eine neue Kommandozeile als Administrator öffnen und dort folgenden Befehl ausführen: dism /online /cleanup-image /startcomponentcleanup. Lassen Sie Windows einen Moment arbeiten und wenn der Befehl erfolgreich ausgeführt wurde, starten Sie Ihr System neu. Jetzt können Sie noch einmal versuchen, die Updates einzuspielen.

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